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Schimmel in meinem Ahornsirup!

Bild von: https://blog.mycology.cornell.edu/2007/03/20/the-fungus-in-my-maple-syrup/

Die WaldmÀnnchen lieben Ahornsirup. Neulich haben sie allerdings in der Flasche Schimmel entdeckt.

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Ist die gesamte Öko-Bewegung sinnlos?

Wilde MĂŒllkippe. By Dezidor [CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons.
Dass die ganze Öko-Bewegung sinnlos ist, meint James Lovelock in einem 2008 gefĂŒhrten GesprĂ€ch mit der britischen Zeitung The Guardian (englisch). Und auch 2010 im GesprĂ€ch mit Technology Review (TR).

James Lovelock ist ein angesehener Wissenschaftler, Klimaforscher und MitbegrĂŒnder der Gaia-Theorie. Die Gaia-Theorie war anfangs sehr umstritten, ist heute aber weitgehend anerkannt. GemĂ€ĂŸ Gaia kann die Erde als ein sich selbst-regulierendes Lebewesen betrachtet werden. In TR erklĂ€rt er seine Theorie so:

Gaia ist eine Evolutionstheorie, die Darwin ergĂ€nzt. Sie erkennt an, dass Organismen ihre Umgebung sowohl verĂ€ndern als auch sich daran anpassen. Das Ă€ndert komplett die Regeln natĂŒrlicher Selektion, denn sobald Sie das in einfache Modelle einbeziehen oder auch nur darĂŒber nachdenken, fĂŒhrt es zur Evolution eines bewohnbaren Planeten.

Lovelock ist nach eigenen Aussagen ein ausgesprochener Optimist. Er glaubt an die Zukunft der Erde, gleichzeitig aber auch, dass die KlimaerwĂ€rmung unaufhaltbar ist und der Mensch sich darauf einstellen sollte. Durch Technologie sei eine Anpassung aber machbar. Kernkraft wird Energie liefern, Essen wird kĂŒnstlich hergestellt.

Viele seiner Ansichten sind kontrovers. PlastiktĂŒten zu verbieten, hĂ€lt er fĂŒr Augenwischerei, einen Tropfen auf den heißen Stein der bevorstehenden Katastrophe. Er glaubt, dass UmweltschĂŒtzer oft zu emotional sind und mit einem kĂŒhleren Kopf die heutigen Probleme analysieren und lösen sollten. Über die Kernkraft sagt Lovelock z.B. in TR:

Ich finde es beinahe zum Lachen. Die meisten Leute fĂŒrchten sich fast zu Tode vor der Kernkraft, dabei ist sie eine der harmlosesten Energiequellen, die wir kennen, harmlos in jeder Beziehung. Wenn Sie sich Großbritannien oder Deutschland anschauen: wie viele Menschen sind in der Atomindustrie gestorben? Und sie hat inzwischen wirklich viel Energie erzeugt, ĂŒber Jahrzehnte. (…) Warum sollte man also Angst haben?

Lovelock spricht auch Tschernobyl und das Problem des radioaktiven MĂŒlls an. Nicht alles ist 100% ĂŒberzeugend, aber auch wir befĂŒrworten grundsĂ€tzlich die Kernenergie als saubere Energiequelle.

Vergleicht man die Anzahl der Toten und das Ausmaß der Umweltverschmutzung bei Kohlekraftwerken mit denen der Kernkraft, spricht einiges fĂŒr die Kernkraft. Die neuen Generationen von Kernkraftwerken sind zudem 100%, weil naturgesetzlich, sicher, wie dieses Interview mit dem Kernenergieforscher Professor Antonio Hurtado der TU Dresden erklĂ€rt. Wir sind keine Physiker, aber die theoretische Sicherheit gilt wohl als erwiesen, vorausgesetzt, die Kraftwerke werden fehlerfrei entworfen und gebaut. Und dann wĂ€ren naturgesetzlich sichere Kernkraftwerke eine sehr saubere Energiequelle. Andererseits fĂ€llt genĂŒgend Sonnenlicht auf die Erde, um den gesamten Weltbedarf rund 10.000-fach zu decken. Irgendwann werden auch die Technologien fĂŒr Kernfusionreaktoren und saubere fossile Energien reif sein. Den Horizont mit WindrĂ€dern zu bedecken, halten wir dagegen fĂŒr keine gute Idee.

Trotz seiner Zuversicht und Glaube an die Möglichkeiten der Technik, ist Lovelock der Ansicht, dass wir nur noch ca. 15 Jahre mit unserer jetzigen LebensqualitĂ€t haben, bevor die Klimakatastrophe zuschlĂ€gt. Sein Rat: “Genieß das Leben so lange Du es noch kannst.”

Die Zukunft vorherzusagen ist nicht einfach. Lovelock hat 1965 korrekt vorausgesagt, dass im Jahre 2000 eines der grĂ¶ĂŸten Probleme die Umwelt sein wird. Er hatte Recht. Aber wird er auch wieder Recht haben?

Energie ist wohl das geringste Problem. Die ErnĂ€hrungversorgung sollte auch lösbar sein. Aber letztendlich geht es doch nicht nur um die Frage, wie wir ĂŒberleben können. Es geht darum, wie wir mit einem guten Lebensstandard ĂŒberleben können.

FĂŒr uns gehört neben den Annehmlichkeiten einer modernen Gesellschaft dazu, dass ausreichend FlĂ€chen der Natur ĂŒberlassen werden und dass wir frei von schĂ€dlichen UmwelteinflĂŒssen leben können. Wissenschaft und Bildung sind die SchlĂŒssel zu diesem GlĂŒck. Sie werden technologische Lösungen, wie saubere Energie oder die Sequestrierung von CO2, und gesellschaftliche, wie die Senkung der Geburtenrate, hervorbringen.

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Wie verstrahlter Mais Eingang in unsere KĂŒche fand

Carrots of many colors
Die bunte Vielfalt der Karotten. Bild von Stephen Ausmus [Public domain]
FrĂŒher war alles besser. Jedenfalls, wenn es um das Essen geht.

FrĂŒher konnte man den Ausspruch “Lass die Nahrung Deine Medizin sein und Medizin Deine Nahrung” unangetastet stehen lassen.

In den 2.500 Jahren, seitdem Hippokrates diese Weisheit ausgesprochen hat, hat sich einiges geĂ€ndert. Heute reicht es leider nicht mehr aus, Obst, GemĂŒse und Fleisch aus dem Discounter zu essen, wenn ich mich optimal ernĂ€hren möchte. Das meint jedenfalls Jo Robinson in einem Meinungsbeitrag in der New York Times, der mir weitergeleitet wurde.

Denken Sie zurĂŒck an das letzte Mal, als Sie eine Möhre aus dem Garten gegessen haben und vergleichen diese mit der Möhre aus dem Supermarkt. Vergleichen Sie die geschmackliche IntensitĂ€t von Rucola mit der eines Kopfsalates.

Möhren werden mindestens seit der Römerzeit kultiviert. Wie zu erwarten, zĂŒchtete der Mensch -bewusst oder unbewusst- sĂŒĂŸere Möhren.

Viele Rucolasorten wurden erst in den 1970ern domestiziert – obwohl schon die Germanen die Rauke kannten und schĂ€tzten. Wegen ihres krĂ€ftigen Geschmacks litt sie aber lange Zeit ein Schattendasein. Wie bei der Möhre griff der Koch in der Regel lieber zu milderen GeschmĂ€ckern wie Kopfsalat.

Diese Tendenz, milder schmeckende Pflanzen zu bevorzugen, stellt man in der Kulturgeschichte der Menschheit immer wieder fest. Ebenso tendierte der Mensch dazu, Pflanzen zu zĂŒchten, dass Ballaststoffe gegen StĂ€rke und Zucker ausgetauscht wurden.

Unbewusst haben wir, so Robinson, gleichzeitig hingewirkt, dass diese Pflanzen weniger “pflanzliche NĂ€hrstoffe” haben, d.h. NĂ€hrstoffe, die nicht zu den Vitaminen und Mineralien gehören. Dazu gehören Flavonoide, Stereole und Schwefelverbindungen.

Konkrete Beispiele fĂŒr den NĂ€hrstoff-Minderwert vieler Pflanzen liefert Jo Robinson in ihrem Artikel Breeding the Nutrition Out of Our Food, wo Sie viele der hier genannten Informationen nachlesen können. Zum Thema hat sie auch das Buch “Eating on the Wild Side” geschrieben.

Ich habe angefangen, das Buch zu lesen. Sie geht auf die Kulturgeschichte und den NĂ€hrstoffgehalt von Obst und GemĂŒse ein. Sie erklĂ€rt, wie man, ohne die Sorten im Supermarkt oder auf dem Markt genau zu kennen, anhand Ă€ußerer Merkmale eine relativ sichere Entscheidung treffen kann, welche nĂ€hrstoffreicher sind als andere. Sie gibt Tipps, wie man Obst und GemĂŒse am besten lagert und welche Zubereitungsarten mit Blick auf die NĂ€hrstoffe vorzuziehen sind.

Sie nennt als Beispiele, dass eine lila Kartoffel aus Peru 28 Mal so viele Anthocyane wie eine Kartoffel der Sorte “Russet” hat. Manche Apfelsorten haben bis zu 100 Mal mehr Anthocyane als der “Golden Delicious”. Anthocyane helfen gegen Krebs, Bluthochdruck, Zucker, usw. Wie bei allen pflanzlichen NĂ€hrstoffen wissen wir nicht super viel darĂŒber, wie sie wirken, wir wissen nur, dass sie gesundheitsfördernd sind.

Teosinte in seiner ganzen Pracht

Interessant ist auch die Geschichte vom Zuckermais. Hier mĂŒssen wir aber kurz einen Blick auf den Ur-Mais richten, ein GrasgestrĂŒpp mit Stummelstacheln mit je 5 bis 12 ungenießbaren Körnern, die extrem gut gepanzert sind. Die Körner enthalten 10 Mal so viel Eiweiß wie der moderne Mais und schmecken nach StĂ€rke. Dieser Ur-Mais heißt Teosinte.

Der Evolution sei Dank erlebte diese Pflanze mehrere plötzliche Mutationen. Die Körner befreiten sich von der Knechtschaft ihrer harten Schalen, gruppierten sich zu einem Prototypen eines Maiskolben, und baten sich dem (Ur-)Mexikaner an. Dieser war beeindruckt und fing an, Mais anzubauen. Damals war Mais bunt mit blauen, weißen, roten, gelben, grĂŒnen und schwarzen Körnern. Im 15. Jahrhundert war Mais ein fester Bestandteil der ErnĂ€hrung in und um Mexiko.

WĂ€hrend des Kampfes gegen die Iroquois-Indianer in Nordamerika hat ein EuropĂ€er 1779 ein Feld mit einer fast ausschließlich gelben Sorte Mais entdeckt, die sĂŒĂŸer als der bunte Mais war. Auch die Ureinwohner von Amerika haben SĂŒĂŸe bevorzugt und selektiv angebaut.

Der gelbe Mais bereitete sich unter den EuropĂ€ern aus, die sich mit Enthusiasmus an die ZĂŒchtung neuer und sĂŒĂŸerer Sorten machten.

Um 1959 unterging der Mais abermals einer spontanen Mutation und wurde 10x sĂŒĂŸer als er vorher war. Diesen Mais hat der Entdecker weiter gezĂŒchtet. Unser heutiger Zuckermais stammt von diesen Kreuzungen ab.

UrsprĂŒnglich stand in dem Artikel, dass man den Mais radioaktiver Strahlung ausgesetzt hat, um verschiedenes zu testen. Dabei sei der Zuckermais entstanden. Zwischenzeitlich steht folgende Korrektur da:

This article has been revised to reflect the following correction:

Correction: June 2, 2013

An opinion essay last Sunday about the reduced nutritional content in many modern fruits and vegetables referred incorrectly to the origins of supersweet corn. The corn was a result of a natural, spontaneous mutation, and was not created through radiation.

Ich hoffe, Sie verzeihen mir die reißerische aber ungenaue Überschrift. Es wĂ€re eine zu schöne und krasse Anekdote gewesen. Ein bisschen unverstĂ€ndlich, wie der Autorin ein solcher Fehler unterlaufen sein konnte, der leider einen Beigeschmack hinsichtlich der Wahrheit der anderen Aussagen hinterlĂ€sst.

Trotzdem gibt es genug Untersuchungen, die zeigen, dass viele Lebensmittel heute einen geringeren NĂ€hrstoffgehalt aufweisen, als vor 50 oder 100 Jahren. Die HauptgrĂŒnde sind zum einen tatsĂ€chlich neue ZĂŒchtungen, zum anderen moderne AnbauumstĂ€nde.

Pflanzen wachsen schneller, aber sie nehmen nicht schneller NĂ€hrstoffe auf. Des Weiteren können sie nicht mehr so viele NĂ€hrstoffe aufnehmen, weil unsere Böden ausgelaugt sind – sofern nicht in GewĂ€chshĂ€usern ohne Boden gezĂŒchtet wird.

Wie stark diese Änderungen sind, steht wohl zur Debatte. Aber die beiden Links im vorletzten Absatz berichten von folgenden Werten:

  • In manchen Getreide- und Maissorten nahm der Eiweißgehalt in den letzten 50-100 Jahren z.T. um 30%-50% ab.
  • Heutiger Weizen enthĂ€lt 22%-29% weniger Mineralien als vor 100 Jahren.
  • Brokkoli hatte 1950 12,9mg/g Kalzium, 2003 waren es nur 4,4mg.
  • In 12 Sorten GemĂŒse nahm der Eisengehalt um 37% ab, Vitamin A um 21%, Vitamin C um 30%.Wir mĂŒssten 8 Orangen essen, um soviel Vitamin A zu bekommen, wie unsere Großeltern durch 1 Orange. (Orangen sind nun aber wirklich nicht fĂŒr ihren Vitamin A-Gehalt bekannt!)

Bei solchen Werten mĂŒssten wir tatsĂ€chlich unsere ErnĂ€hrung ergĂ€nzen oder einfach viel mehr essen, um mit so vielen NĂ€hrstoffen versorgt zu sein, wie unsere Ur-Großeltern es waren.

Vielleicht sind die sogenannten “Superfoods” wie Chia oder Quinoa einfach so super, weil sie von der Industrie noch nicht verzĂŒchtet wurden und oftmals in Gegenden angebaut werden, die noch nicht so intensiv beackert wurden.

Nicht alle moderne Kreuzungen sind aber von Haus aus nĂ€hrstoffarm. In ihrem Buch nennt Jo Robinson auch Beispiele von manchen jĂŒngeren Sorten, die weitaus nĂ€hrstoffreicher als Sorten von vor 100 Jahren sind.

Trotzdem kann ĂŒberwiegend gesagt werden, dass frĂŒhere Generationen mit weniger Essen mehr NĂ€hrstoffe bekamen.

Was denken Sie? MĂŒssen oder sollten wir unsere ErnĂ€hrung ergĂ€nzen?

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Shake! Ein Hundeportrait.

Eines der schönen Fotos aus dem Wired-Artikel.

Bei Wired gibt es eine sehr witzige Portraitserie von sich schĂŒttelnden Hunden. Die Bilder wurden mit einer Belichtungszeit von 1/13.000 Sekunde aufgenommen und zeigen Hunde in ihrer vollen, sabbernden Pracht.

Zur Fotoserie, die in Buchform erscheint, gibt es auch ein Video mit den Hunden in Zeitlupe.

 

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Milde Tage und knabbernde Eichhörnchen

Die angenehm milden Tage laden ein, Pilze, NĂŒsse und Beeren zu sammeln. Das macht Spaß, man ist draußen in der Natur und gesund ist es auch noch.

Es ist sehr einfach, die entsprechenden Pflanzen zu lernen. Es gibt zahlreiche gute BĂŒcher, die das Sammeln erleichtern. Bei Amazon hervorragend bewertet sind z.B.

Die 12 wichtigsten essbaren Wildpflanzen: Bestimmen, sammeln und zubereiten und Essbare Wildpflanzen: 200 Arten bestimmen und verwenden.

Auch die Wildtiere sammeln und bereiten sich auf den Winter vor. Vorhin beim Spazieren haben wir niedliche Eichhörnchen beim Sammeln von WalnĂŒssen beobachtet. Sie sind von Ast zu Ast geflitzt, haben eine Walnuss mit den ZĂ€hnen gepackt und knabberten dann lautstark daran. Neben den ausgeknabberten Schalen wie oben auf dem Photo ließen sie gelegentlich auch ganze NĂŒsse fallen.

Direkt neben dem Walnussbaum war eine Eibe, auch davon haben wir genascht. Die roten Beeren bzw. der rote Samenmantel ist sĂŒĂŸ und sehr lecker. Vorsicht: Den Samenkern unzerkaut ausspucken! Abgesehen von dem roten Samenmantel sind alle Teile der Eibe hochgiftig!

Nachfolgend noch 10 interessante Minuten ĂŒber die Eibe bei Kai Sackmann. Da lernt man zum Beispiel, dass die Eibe frĂŒher gerne als Giftmordwaffe verwendet wurde und dass die Gletschermumie Ötzi einen Bogen aus Eibenholz bei sich hatte!

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Kurzdoku: Let’s talk about soil

Der Boden ist eine ebenso wichtige Ressource wie die Luft, die wir atmen. Viel zu oft wird der Boden auch metaphorisch mit FĂŒĂŸen getreten.

Der folgende Kurzfilm von 5 Minuten fĂŒhrt in die Thematik ein.

WeiterfĂŒhrende Infos gibt es hier: Global Soil Week

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Ein Blick im Zeitraffer – Aus der ISS auf die Erde

Tolle Aufnahmen aus der Internationalen Raumstation auf die Erde. Man sieht Polarlichter, Blitze, den Sonnenaufgang … am besten im Dunkeln bei höchster Auflösung anschauen!

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