Der Mensch ist zum Laufen gemacht

Leicht wie eine Feder sollte man laufen - (1)

Über Twitter sind wir auf ein Interview mit Dr. Lieberman über das Laufen aufmerksam geworden. Dr. Lieberman ist Professor in Harvard und forscht über die Evolution des menschlichen Kopfes und des menschlichen Fußes. Wir hatten schon hier einen Beitrag über ihn.

Er spricht über die besondere Fähigkeit des Menschen, extrem lange Strecken zu laufen. Früher jagte der Mensch, indem er so lange hinter einem Tier herlief, bis dieses vor Erschöpfung zusammenbrach.

Heute beklagen sich die meisten Läufer über Verletzungen, die sie sich beim Laufen geholt haben. Ich kann nicht so lange Joggen, weil mir dann die Knie weh tun. Ich brauche neue Schuhe, meine alten sind schon ausgelatscht; das merke ich an den Gelenken.

Lieberman ist der Ansicht – und wir auch -, dass diese körperlichen Leiden aufgrund eines falschen Laufstils herrühren. Ein Laufstil, der maßgeblich durch die Schuhwahl beeinflusst wird. Denn bei modernen Laufschuhen mit ihrer dicken Polsterung wird der Läufer veranlasst, auf der Ferse aufzukommen anstatt auf dem Fußballen. Kommt man auf der Ferse auf, schickt man heftige Stöße durch den gesamten Körper. Landet man jedoch auf dem Fußballen, wie bei Barfußschuhen erforderlich, kann der Körper die Landung wunderbar abfedern und der Körper wird vor den doch heftigen Stößen des Landens verschont.

Lieberman ging nach Afrika und untersuchte Läufer, die keine Schuhe tragen. Er stellte fest, dass keiner auf der Ferse landete. Sie liefen alle auf dem Fußballen, leicht wie eine Feder.

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(1) Bild von n0rthw1nd.

Eure Waldmännchen

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