Die richtige Lagerung von Chia

Chia ist ein hervorragendes Lebensmittel für die Speisekammer, für Überlandwanderungen, oder auch für den Überlebensbunker (z.B. für wenn die Maschinen die Herrschaft übernehmen). Denn Chia hält sich bei sachgerechter Lagerung eine sehr, sehr lange Zeit – und vollgepackt mit Nährstoffen ist es auch noch.

Sachgerechte Lagerung von Chia

Chia muss nur wie folgt lagern:

  • trocken
  • kühl
  • vorzugsweise dunkel
  • am besten in Gläser oder Tupperdosen (vorzugsweise aus Glas)

Dann hält sich Chia auch Jahre über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus. Chia ist in dieser Hinsicht wie Getreide, Reis und Hülsenfrüchte.

Tupperdosen halten Chia frisch

Wir empfehlen, das Chia in Tupperdosen oder ähnlich feste Behälter umzufüllen. Tupperdosen bieten den sichersten Schutz vor Feuchtigkeit, Staub und Ungeziefern.

Und weil wir schon beim Thema sind, sprechen wir jetzt über besondere Problemfälle, wie beispielsweise Lebensmittelmotten im Sommer oder feuchtes Chia lagern.

Feuchtes Chia

Wie alle getreideähnlichen Lebensmittel sollte man Chia möglichst trocken halten. Bei Chia-Samen gilt das aber ganz besonders, weil die Samen so unheimlich wasserliebend sind. Wer schon mal Chia-Gel gemacht hat, weiß Bescheid.

Das heißt bei feucht gewordenes Chia: Hat sich das Gel schon angefangen zu bilden, ist es zu spät. Am besten die Samen gleich verwenden.

Ist dagegen die Tüte nur leicht feucht, z.B. durch Kondenswasser, kann man den Inhalt noch retten. Hier muss man das Chia einfach ausstreuen und trocknen lassen, z.B. auf ein Backblech im Ofen bei leicht geöffneter Tür, Umluft und sehr niedriger Temperatur. Ungefähr so, wie wenn man Trockenobst herstellen würde.

Lebensmittelmotten

Im Sommer bekommen wir leider die gelegentliche Email von Kunden, dass ihre Chia-Samen von Lebensmittelmotten befallen wurden. Unsere Samen sind frei von Pflanzenschutzmitteln, da ist es kein Wunder, dass eine hungrige Motte ihre Eier dort ablegen möchte.Für uns Menschen ist das aber natürlich sehr ärgerlich! Zwar könnte man die Maden fangen, rösten und essen, wie viele Kulturen das machen, aber in Europa ist diese kulinarische Delikatesse noch nicht so verbreitet. Und daher wandern die Samen dann in den Müll.

Dazu einige Tipps und Hinweise von uns:

  • Lebensmittelmotten haben überhaupt nichts mit Hygiene zu tun. Die Lebensmittelmotte lebt in freier Wildbahn, flattert durch ein offenes Fenster und legt ihre Eier ab.
  • Lebensmittelmotten lieben getreideähnliche Lebensmittel.
  • Lebensmittelmotten (bzw. deren Larven) fressen sich durch Plastik- und Papierbeutel durch, sodass auch originalverschlossene Beutel in der Regel keinen Schutz bieten.
  • Nur Tupperdosen und Gläser bieten vernünftigen Schutz.
  • Lebensmittelmotten brauchen eine wärmere Temperatur zur Fortpflanzung und werden erst ab ca. 20 Grad richtig aktiv.
  • Der gesamte Lebenszyklus einer Lebensmittelmotte dauert grob zwischen 4 bis 11 Wochen, je nach Umgebungstemperatur.
  • Eine erwachsene Motte lebt nur ca. 10 bis 14 Tage.
  • Nur die Larven ernähren sich, erwachsene Motten nicht.
  • Die Larven schlüpfen nach 3-4 Tagen und können bis zu 17 mm lang werden.
  • Die Entwicklung vom Ei bis zur Motte dauert grob ca. 32 bis 38 Tage.
  • Hat man einen Befall, kann man sich mit Schlupfwespen behelfen.

Mit diesen Tipps werden Sie lange Freude an Ihr eingelagertes Chia haben! 🙂

Eure Waldmännchen

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6 Gedanken zu „Die richtige Lagerung von Chia

  1. Frisches Chia fülle ich immer gleich in 1-Liter-Gläser um (leere Kokosöl-Gläser). So ist das Chia trocken und vor Schädlingen geschützt und auch nicht in einer Kunststoff-Verpackung die möglicherweise Schadstoffe abgibt.

    1. Wenn sich Schädlinge in Schraubgläsern befinden, hat das glaub ich eher damit zu tun, dass die Eier schon vorher in den Samen waren und später schlüpfen. Das passiert z. B. auch mit Staubläusen, die ja gern an Getreide gehen. Kommt auch vor, wenn man die Lebensmittel eingeschweißt verschlossen lässt. Ich fülle mein Getreide etc. auch immer in Gläser um, und das schon seit vielen Jahren. Bei mir sind dabei noch nie Motten etc. hinein gekommen.

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