Das Wörterbuch der Nachhaltigkeit: Die Geschichte des Hühnereis

In der EU gibt es vier Haltungsformen für Legehühner. Jedes Ei bekommt einen Stempel, auf der ein Kennziffer steht (außer bei der Direktvermarktung). Mit Hilfe des Kennziffers kann man feststellen, aus welcher Haltungsform das Ei angeblich stammt.

Die Haltungsformen sind: Ökologische Erzeugung, Freilandhaltung, Bodenhaltung und Käfighaltung. Die allgemeinen gesetzlichen Anforderungen für die Haltung von Legehennen finden sich in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung.

Die Anforderungen für Bio-Eier sind folgende:

Als Haltungsform für Hühner kommt im ökologischen Landbau nur die Freilandhaltung in Frage. Jedem Tier muss mindestens vier Quadratmeter Auslauffläche zur Verfügung stehen. Bio-Geflügel darf nicht in Käfigen gehalten werden. Darüber hinaus gelten folgende Bestimmungen:

  • Zumindest ein Drittel der Stallbodenfläche muss eine feste Konstruktion sein, das heißt, sie darf nicht aus Spalten- oder Gitterkonstruktionen bestehen und muss mit Streumaterial in Form von Stroh, Holzspänen, Sand oder Torf bedeckt sein.
  • In den Ställen für Legehennen müssen Sitzstangen sowie Ein- und Ausflugklappen vorgeschriebener Mindestgröße zur Verfügung stehen.
  • Jeder Geflügelstall beherbergt maximal 3.000 Legehennen. Pro Quadratmeter Stallfläche, die den Legehennen zur Verfügung steht (ohne beispielsweise Wege), dürfen maximal sechs Hennen gehalten werden. Zwischenböden bei der Volierenhaltung und Wintergärten können zur Stallfläche gerechnet werden, soweit sie den Tieren ständig zugänglich sind.
  • Das Geflügel muss ständig freien Zugang zu Freigelände haben, soweit die Witterungsbedingungen und der Bodenzustand dies gestatten. Dieser Zugang muss mindestens während eines Drittels der Lebenszeit der Tiere bestehen. (Während dieser Zeit müssen jedem Huhn 4qm zur Verfügung stehen.) Die Ausläufe müssen überwiegend Pflanzenbewuchs aufweisen und mit Schutzvorrichtungen (zum Beispiel Bäume, Sträucher oder entsprechende Unterstände) versehen sein.
  • Eine künstliche Beleuchtung der Ställe fördert die Legeleistung und ist bei Bio-Legehennen in Kombination zum natürlichen Licht auf täglich insgesamt maximal 16 Stunden zu begrenzen.

Bio ist nicht gleichzusetzen mit glücklichen Hühnern, die in der Natur frohlocken und glücklich Insekten und Samen picken können. Dazu ist der Bio-Markt zu riesig; in jedem Discounter gibt es Bio-Eier. Eine echte Biohaltung ist aber trotzdem 1000x besser als eine Bodenhaltung.

Stempel können aber täuschen. PETA berichtet über Eierbetrug in Deutschland und  biowahrheit.de zeigt ein widerliches Video, das aus einem Bio-Betrieb stammen soll.

Wie es in den USA mit den Haltungsarten aussieht, zeigt uns dieser Kurzfilm:

Eure Waldmännchen

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