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Biodiversität schützen durch nützen am Beispiel des Hinterwälder Rinds

Das Hinterwälder Rind. Bild von storebukkebruse.

Vielfalt ist wichtig – in der wilden Natur und in der Landwirtschaft. Monokulturen -kilometerweite Felder von Mais oder Soja, die Massentierhaltung von Rindern oder Bienen– anstatt biologisch-dynamische Bauernhöfe schaden sowohl der landwirtschaftlichen als auch der natürlichen Biodiversität.

Hinter dem Verlust an Biodiversität liegen meist wirtschaftliche Gründe. Ein Ansatz, um Biodiversität zu erhalten bzw. auszubauen ist, die Nachfrage danach zu steigern.

Schützen durch nützen* ist ein Vorschlag von Slow Food. Slow Food ist eine international tätige Organisation, die u.a. „eine verantwortliche Landwirtschaft und Fischerei, eine artgerechte Viehzucht, das traditionelle Lebensmittelhandwerk und die Bewahrung der regionalen Geschmacksvielfalt“ fördert.

Das Hinterwälder Rind ist eine alte Rasse, die sich aus dem Keltenrind entwickelt hat. Es ist Mitteleuropas kleinstes Rind und wird deshalb auch „Araber der Rinder“ genannt. Es ist im südlichen Hochschwarzwald heimisch. Ohne dem Hinterwälder Rind gäbe es nicht die wundervolle schwarzwälder Kulturlandschaft der Allmendeweiden mit ihren Weidebuchenbeständen.

Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH)klassifiziert das Hinterwälder Rind als stark gefährdet. Für viele Bauern ist es nicht mehr (wirtschaftlich) interessant, Hinterwälder zu halten. Es gibt Rinderrassen, die viel schneller wachsen, mehr Fleisch und Milch liefern und sich besser für eine Massentierhaltung eignen.

Das Hinterwälder Rind ist ein Arche Passagier. Slow Food Arche Passagiere sind überwiegend „vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen und Nutzpflanzenarten, die unter den gegenwärtigen ökonomischen Bedingungen bedeutungslos geworden sind. Sie haben zuviel Fett und nehmen nicht schnell genug zu (Buntes Bentheimer Schwein), sind nicht spezialisiert genug (Murnau-Werdenfelser Rind, Hinterwälder Rind) oder einfach so klein, dass sie durch den Kartoffelvollernter fallen (Bamberger Hörnla).“ (Text von Slow Food Deutschland.)

Indem man nicht nur Fleisch, Milch oder Kartoffel kauft, sondern gezielt und bewusst Glandrind oder Hinterwälder, Bamberger Hörnla oder Vitelotte, steigert man die Nachfrage nach Vielfalt und liefert einen wirtschaftlichen Anreiz, diese Tiere und Pflanzen zu schützen.

Zusätzlich zur biologischen Vielfalt unterstützt man eine artgerechte Haltung, die Pflege von Kulturlandschaften und meist noch das traditionelle Handwerk. Lebensmittel, traditionell hergestellt aus traditionellen Sorten, schmecken auch noch besser.

Wir möchten traditionelle pflanzliche und tierische Lebensmittel mehr unterstützen. Wir freuen uns deshalb sehr über unser erstes Produkt von einer alten und geschützten Rasse: Jerky-Dörrfleisch vom Hinterwälder Rind.

Schützen durch nützen. Wir sind dabei.

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* Nützen oder nutzen? Es besteht kein Unterschied.

Doku: Trashed – Der vermüllte Planet

Die Doku TRASHED ist eine weltweite Untersuchung des Themas „Müll“.

Kunststoffe sind ein Segen und ein Fluch. Sie sind ein Segen, weil sie so viel der Moderne ermöglichen. Sie sind ein Fluch, weil sie biologisch unzersetzlich sind und maßgeblich an der Müllkrise mitwirken.

Müll verdient eine größere Aufmerksamkeit als er tatsächlich erntet. Die obere Sandschicht vieler Küsten besteht aus bis zu 10 % Kunststoff. In den Meeren schwimmen geschätzte 100 Millionen Tonnen Müll. Die ARTE-Doku Plastik: Fluch der Meere berichtet über das Problem.

Was kann man dagegen machen? Der Verbraucher produziert Müll hauptsächlich durch Verpackungen. Wo es geht, sollte man Verpackungen wiederverwenden. Wenn es nicht geht, sollte man immer Müll trennen, damit er wiederverwertet werden kann. Am besten ist es aber natürlich, Müll zu vermeiden.

In diesem Sinne: Wir suchen biologisch abbaubare (Stand- und Druckverschluss-)Beutel für unsere Ware wie Gojibeeren und Algen. Die Beutel müssen eine gewisse Festigkeit haben, damit Sie den Versand überstehen und sie sollten verschweißbar sein. Sie dürfen keine Feuchtigkeit durchlassen. Wir haben uns schon mit verschiedenen Herstellern in Verbindung gesetzt, aber es gibt wohl keine entsprechende Verpackung. Sollte jemand was entdecken, würden wir uns sehr über einen Hinweis freuen.

Nachhaltiges Palmöl bei Dr. Bronner’s

Ein schönes Video über das nachhaltige Palmöl bei Dr. Bronner’s, das in ihren Körperpflegeprodukten Verwendung findet.

Das Öl wird in Ghana hergestellt. Dr. Bronner’s arbeitet direkt mit den lokalen Bauern zusammen. Damit werden Mittelmänner ausgeschaltet und der Gewinn bleibt bei den Bauern, anstatt, wie sonst üblich, überwiegend bei den Mittelmännern.

Nachhaltig heißt auch, dass der Regenwald nicht für Palmöl abgeholzt wird.

Ein Win-Win für die Menschen und für die Natur.