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Testbericht: Dr. Bronner’s Body Balm Orange Lavendel

Nach einem Jahr vornehmlich zur Lippenpflege verwendet ist noch viel übrig. Eine dünne Schicht reicht völlig aus.

Den Körperbalsam Orange Lavendel von Dr. Bronner’s verwende ich seit ca. einem Jahr, hauptsächlich als Labello-Ersatz, aber auch für raue Hautstellen.

Der Balsam ist allgemein sehr angenehm und zieht gut ein. Er hinterläßt eine schützende leicht fettige Schicht, die ich aber nicht als unangenehm empfinde.

Der Duft von Orange-Lavendel ist sehr dezent und angenehm erfrischend.

Als Lippenbalsam ist er angenehm zu tragen und hält lange an. Er hinterläßt einen leichten dezenten Glanz, aber keine unangenehm dicke Fettschicht. Zudem schmeckt er recht gut, ohne unangenehmen Nachgeschmack nach Creme.

Insbesondere meine Haut an den Händen und Ellenbogen ist sehr trocken. Durch das Arbeiten am Schreibtisch und häufiges Aufstützen auf den Ellenbogen sind diese oft rissig und und die Haut schuppt sich. Schon nach wenigen Tagen konnte ich dieses Problem in den Griff bekommen. Obwohl ich den Balsam jetzt schon seit ca einem Jahr verwende und meine alten Labellos gar nicht mehr zum Einsatz kommen, hat sich der Inhalt nur wenig verringert.

Tip: Den Balsam kann man sich abends oder zum Stylen in die Haarspitzen dünn einmassieren. Das sieht gut aus, gibt einen leicht schimmernden After-Beach-Look und zudem sehen die Haare am nächsten Morgen nach dem Waschen erfrischt aus und fallen weich und locker.

Bonus: Die kleine Dose ist mal etwas anderes zum herkömmlichen Lippenstift.

Die Inhaltsstoffe sind so, wie sie sein sollte. 100% frei von chemischen Zusätzen.

Inhaltsstoffe: Simmondsia Chinensis Seed Oil (Jojobaöl)*, Bienenwachs*, Persea Gratissima Oil (Avocadoöl)*+, Cannabis Sativa Seed Oil (Hanföl)*+, Citrus Aurantium Dukis (Orange) Peel Oil*, Lavandula Angustifolia (Lavendel) Oil*, natürliche Tocopherole

+ zertifizierte FAIR-TRADE-Bestandteile * National Organic Standards zertifiziert

Ein guter Start in den Tag mit Eukalyptus

Auch Koalas lieben Eukalyptus
Auch Koalas lieben Eukalyptus

Der Spiegel berichtet, dass das Duschen am Morgen den Körper auf Touren bringt, besonders wenn man das Duschen mit ein paar stimulierenden Tricks verknüpft.

Das heißt z.B. Musik hören und mit Eukalyptus duschen.

Denn Dermatologen der Universität Wien haben herausgefunden, dass Eukalyptus, besonders nach der Aufnahme über die Haut, belebend und aktivierend wirkt. Die natürliche und wunderbar duftende Eukalyptus-Seife von Dr. Bronner’s ist da genau das Richtige!

Man soll sich auch kurz mit kaltem Wasser duschen, um den nachts gesunkenen Blutdruck wieder hoch zu fahren. Sauer macht lustig, Kalt macht munter, Eukalyptus belebt!

Photo: Wikipedia/Greatpatton.

Nachhaltiges Palmöl bei Dr. Bronner’s

Ein schönes Video über das nachhaltige Palmöl bei Dr. Bronner’s, das in ihren Körperpflegeprodukten Verwendung findet.

Das Öl wird in Ghana hergestellt. Dr. Bronner’s arbeitet direkt mit den lokalen Bauern zusammen. Damit werden Mittelmänner ausgeschaltet und der Gewinn bleibt bei den Bauern, anstatt, wie sonst üblich, überwiegend bei den Mittelmännern.

Nachhaltig heißt auch, dass der Regenwald nicht für Palmöl abgeholzt wird.

Ein Win-Win für die Menschen und für die Natur.

Dr. Bronner’s – Mehr als nur ein Unternehmen – Teil 2 von 2

In Teil 1, stark basierend auf den Artikel The Undiluted Genius of Dr. Bronner’s, haben wir die faszinierende Geschichte des Seifenunternehmens Dr. Bronner’s bis zum Eintritt des Enkels des Gründers des Unternehmens, David Bronner, kennengelernt.

Heute wollen wir sehen wie es weiterging und auch mehr über David Bronner erfahren. Auch dieser Teil bezieht sich auf den oben genannten Artikel.

Echte Seifen

Der Artikel geht auf die Seifen von Dr. Bronner’s ein, dass man die Rohstoffe der Seifen essen, man sich mit den Seifen seine Zähne putzen könnte, dass es sich eben noch um echte, reine Seifen handele, mit denen die herkömmlichen Wasch- und Reinigungsmitteln kaum noch was gemeinsam haben.

Echte (Natur-)Seifen wie von Dr. Bronner’s und herkömmliche Reinigungsmittel säubern zwar gleich effektiv, aber letztere beinhalten zumeist Stoffe, die aus Erdöl hergestellt sind, sowie zig Chemikalien enthalten, deren Unbedenklichkeit oft in Frage gestellt wird und zum Teil nie getestet und bewiesen wurde.

Kleiner Exkurs

Frauen verwenden im Schnitt mehr Körperpflegeprodukte als Männer. Dabei kommen sie durchschnittlich mit 515 Chemikalien in Kontakt, wie der Artikel Revealed… the 515 chemicals women put on their bodies every day offenbart und aus dem nachfolgendes Bild entnommen ist.

Exkurs Ende

Bei den echten Seifen gibt es Unterschiede hinsichtlich des Reinheitsgrades. Die Mehrzahl der echten Seifen werden mit tierischen Fetten hergestellt, meist vom Rind, Schwein oder Schaf. Naturseifen (jedenfalls auf Englisch: „natural soaps“) werden mit pflanzlichen Fetten wie Olivenöl, Kokosöl oder Palmöl hergestellt.

Unter der Führung von David Bronner wurden die schon immer sehr reinen Seifen von Dr. Bronner’s weiter verfeinert. Früher war z.B. ein Stoff drin, der nicht angegeben wurde: Karamelfarbe. Das war für David nicht hinnehmbar. Der Stoff war weder erforderlich für die Seife, noch fand er es in Ordnung, dass der Stoff verwendet wurde, ohne angegeben zu werden.

Andererseits konnte man nicht einfach aufhören, die Farbe zu verwenden, weil sich die Farbe der Seifen verändern würde und Kunden annehmen könnten, dass die Seifen nun verwässert wurden. Also entschied sich David -ein Jahr nachdem er dir Firma übernommen hatte-, den Stoff auszutauschen und gleichzeitig die Seife zu verbessern. Die neue Zutat sollte Hanföl werden. Die Seife würde dadurch seidiger.

Hanf hatte den weiteren Vorteil, dass aktuelle politische Themen damit verknüpft waren, insbesondere Fragen der Umwelt- und Drogenpolitik. Hanf ist gesund und er kann leicht ohne Verwendung von Pflanzenschutzmitteln angebaut werden. Als Faser ist er bemerkenswert kräftig und das Öl eignet sich gut für Seifen.

Die amerikanische Drogenbehörde DEA setzte Nutzhanf mit Marihuana gleich. Das war etwas, das David gegen den Strich ging. Hanf in seinen Seifen zu integrieren war für ihn ein Weg, dem Staat den Mittelfinger zu zeigen.

In 2001 hatte die Regierung angefangen, Lieferungen von Hanfnüssen und -öl aus Kanada zu konfiszieren. David nahm es auf sich, im Namen der Hanfindustrie Klage gegen die DEA zu erheben. Um die Öffentlichkeit auf den Unsinn aufmerksam zu machen, verteilte er Gebäck aus Hanf und Mohn vor der Zentrale der DEA: Mohn ist zum Opium wie Nutzhanf zum Marihuana. Die DEA gab nach.

Heute ist Dr. Bronner’s vergleichsweise häufig vor Gericht, z.B. um Konkurrenten, die sich als „bio“ bezeichnen und es nicht wirklich sind, zu verklagen.

Dr. Bronner’s hat sich auch dem Fair Trade verschrieben. Das Olivenöl wird aus Israel und Palästina bezogen, ihr Palmöl kommt aus Ghana, das Hanföl aus Kanada und ihr Kokosöl aus Sri Lanka. Dr. Bronner’s zahlt 10 % extra, damit Projekte in der Gemeinde finanziert werden können. Gegen Konkurrenten, die gerade so viel Fair Trade Inhaltsstoffe verwenden, damit sie sich mit dem Label schmücken können, wird angekämpft.

Aber auch ihre eigenen Mitarbeitern werden gut umsorgt. Die Gehaltsunterschiede innerhalb des Unternehmens dürfen nicht mehr als das 5-fache von einander betragen. David verdient ca. $200.000 im Jahr. Vollzeitangestellte bekommen einen Jahresbonus von 25 % und es werden Alters- und Krankheitsvorsorgepläne angeboten.

Übrigens, während die meisten Flüssigseifen aus 10 % Seife und 90 % Wasser bestehen, ist das Verhältnis bei Dr. Bronner’s fast 40 % Seife zu 60 % Wasser.

Bei dem Erfolg von Dr. Bronner’s ist es fast zu erwarten, dass fast wöchentlich Kaufangebote kommen. Die Familie möchte aber nicht verkaufen. Sie wollen ihr eigenes Ding durchziehen und radikal sein. Dazu gehört auch, sich mit der DEA anzulegen. Daher soll das Unternehmen nie verkauft werden.

Ausnahmen? Keine!

Dr. Bronner’s – Mehr als nur ein Unternehmen – Teil 1 von 2

Dr. Bronner’s Seifen mit ihren einzigartigen Etiketten können Sie auf eichenhain.com kaufen.

Bei der Suche nach Informationen über Dr. Bronner’s haben wir den Artikel The Undiluted Genius of Dr. Bronner’s entdeckt, in der die spannende Geschichte des Seifenunternehmens detaillierter als auf der offiziellen Homepage ausgeführt wird.

  • Emanuel Bronner ist schon mit 21 Jahren im Jahre 1929 in die USA ausgewandert, um dort als Berater für amerikanische Seifenherstellern tätig zu werden. Als Reaktion auf die nationalsozialistische Machtergreifung fing er an, für den Weltfrieden zu predigen.
  • Emanuel Bronner nannte seinen Plan zum Weltfrieden das „Moral ABC„. Die Idee dahinter: Menschen sollten sich auf ihre Gemeinsamkeiten und nicht auf ihre religiösen und ethnischen Unterschiede konzentrieren, da wir alle das „Raumschiff Erde“ teilen müssen.
  • In den 1940er Jahren erfuhr Emanuel Bronner, dass seine Eltern im KZ umgekommen waren. Dann erkrankte seine Ehefrau und Mutter seiner drei Kinder. Nach diesen Tragödien wandte er sich noch stärker dem Moral ABC zu und gab sogar seine Kinder in Pflege, damit er sich auf das Predigen konzentrieren konnte.
  • 1947 wurde er verhaftet, weil er ohne Genehmigung eine öffentliche Predigt hielt. Er wurde in eine Anstalt eingeliefert und mit Schocktherapie „behandelt“, bis er fliehen konnte. Er flüchtete nach Kalifornien und behauptete fortan, er sei ein Rabbi, ein Arzt und der Neffe Albert Einsteins.
  • Während seiner Predigten verteilte er kostenlos seine Pfefferminzseife. Weil die Menschen nur für die Seife kamen und nicht blieben, um seine Botschaft zu hören, druckte er das Moral ABC auf die Flaschen und begann, die Seifen zu verkaufen. Für den Rest seines Lebens arbeitete und verfeinerte er das Moral ABC weiter. Das Moral ABC umfasste am Ende 30.000 Wörter.
  • Zu Lebzeiten von Emanuel Bronner wurden die Seifen nie sonderlich populär – bis für eine kurze Zeit in den späten 60er Jahren mit der Hippiebewegung. Hippies identifizierten sich mit der Philosophie, es stellte sich aber auch heraus, dass die Naturseife sich hervorragend für das Baden in der Natur eignete.
  • Dr. Bronner’s ist heute zwar die meistverkaufteste Seife in Nordamerika, aber 1985 musste die Firma den Bankrott erklären, nachdem die US Steuerbehörde $ 1,3 Millionen in Steuern nachforderte. Emanuel sah Dr. Bronner’s nicht als wirtschaftliches Unternehmen, sondern als steuerbefreite religiöse Organisation und den Verkauf der Seifen nur als Mittel, um seine Lebensphilosophie des Weltfriedens zu verkünden – aber aus Überzeugung und nicht um Steuern zu hinterziehen!
  • Die Steuernachforderung kam zu einer denkbar ungünstigen Zeit. Emanuel Bronner litt zwischenzeitlich an Parkinsons, er hatte seine Sehkraft verloren und er kämpfte mit einer Pneumonia-Erkrankung. Sein Sohn Jim übernahm etwas widerwillig die Führung – widerwillig, weil er seinem Vater Vorwürfe wegen seiner Kindererziehung machte.
  • Heute ist David Bronner, der Sohn von Jim, der Präsident des Unternehmens. Er wurde sehr konservativ erzogen und hatte mit seinem Großvater kaum Kontakt, der auch in der Familie als Exzentriker galt, mit dem man nicht reden konnte, es sei denn über die Herbeiführung des Weltfriedens. Die Firma übernehmen wollte er nicht.
  • Heute ist David Bronner ein Aktivist für die Legalisierung von Marihuana, der einen bunten Mercedes fährt, der mit Friteusenöl betrieben wird.
  • Seine Wandlung kam in Amsterdam während einer Europareise nach seinem Biologiestudium in Harvard. Er bezog ein besetztes Haus, baute Marihuana an und hatte abgefahrene psychedelische Erfahrungen, die seinen Blickwinkel auf die Welt radikal änderten.
  • Er bekam die Idee, Dr. Bronner’s als Vehikel für seine neue Philosophie zu verwenden. Er wandte sich an seinen Großvater, der aber auf Grund seiner Parkinson-Erkrankung schon sehr debilitiert war, und schloss seinen Frieden mit ihm.
  • Am gleichen Tag, als sein Großvater starb, wurde seine Tochter geboren. Einen Monat später erklärte er sich bereit, im Familienunternehmen zu arbeiten. Einige Monate später wurde festgestellt, dass sein Vater an Lungenkrebs litt. Sein Vater starb ein Jahr später.

Wie es mit Dr. Bronner’s weiterging, was David Bronner aus dem Unternehmen machte, und was echte Seifen von Waschmitteln unterscheidet, berichten wir in Teil 2 dieser Serie.