Benjamin Stauder: Etappenrundfahrten im Senegal, Kongo und Ungarn

Wer in den letzten Monaten unseren Facebook-Feed abonniert hat wird den ein oder anderen Beitrag über den Radsportler Benjamin Stauder gesehen haben, den wir bei seinen Etappen-Rundfahrten unterstützt haben.

Hier ist sein packender Bericht über seine Rundfahrten. Danke, Benjamin!

In den letzten zwei Monaten habe ich die ein oder andere Etappen-Rundfahrt auf meinem Rad bestritten. Angefangen hat es vor ca. zwei Monaten mit der Tour de Senegal, weiter ging es dann mit der Tour du Kongo und zum Schluss war ich noch in Ungarn, wo die Tour de Hongrie stattfand. Jedes dieser drei Länder hatte seinen eigenen Reiz. So genossen wir im Senegal die vorzügliche einheimische Küche, im Kongo die riesen Zuschauermassen und in Ungarn die top organisierte Rundfahrtorganisation und atemberaubende Einfahrt auf der Schlussetappe nach Budapest. Dies alles sind nur eine kleine Anzahl an positiven Eindrücke, die ich bei der Reise mitgenommen habe. Jedoch sah ich auch die Armut in Afrika und habe diese aus erster Reihe live miterlebt. Immer wieder wenn ich einen Trip nach Afrika mache, werde ich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Die Armut dort verschafft einem einiges ab und regt einen enorm zum Nachdenken an. Nicht nur die Kinder kommen an und fragen nach Essen oder Wasser, sogar die Polizisten betteln danach. Dieses Gefühl von einem voll bewaffneten Polizisten angebettelt zu werden verschlägt einem schier den Atem. Trotz der Armut dort kann man die Menschen durch diverse Kleinigkeiten so erfreuen. In Europa reicht es nicht aus auf der jeweiligen Landessprache „Hallo“ zu sagen. Dort (speziell im Kongo) zaubert es jeden ein super fröhliches Lächeln ins Gesicht, was mich nur mehr motivierte noch mehr Worte auf der Landessprache Lingala zu lernen.

Benjamin und die Polizei
Benjamin und die Polizei

Da du in Afrika nie weißt ob es heute oder die kommenden Tage genug essen gibt, war ich sehr froh darüber, dass Eichenhain mir für diese Abenteuertrips jede Menge Riegel sponserte. Diese kamen nicht nur bei mir gut an. Bei den Massen die ich bekommen habe konnte ich auch die ein oder anderen Riegel vor Ort verteilen.

Wieso treibt es mich überhaupt in so abgelegene Regionen wie in den Senegal und Kongo? Primär möchte ich natürlich Rennen fahren. Aber auch der Reiz neues zu sehen oder andere Kulturen kennen zu lernen, zieht mich immer in andere Länder, wo man sonst normal nicht hinfliegen würde.

Eine andere sehr schöne Aktion hinter der ich voll stehe ist das Projekt, welches das Team Embrace the World verfolgt. Mit diesem Team bestritt ich die drei Rundfahrten. Ziel ist es bei jeder Rundfahrt in Afrika im Vorfeld eine Spendenaktion zu starten und dann diese Sachen vor Ort den Afrikaner zu spenden. Material oder auch Kleidungstechnisch sind die meisten afrikanischen Länder sehr schlecht ausgestattet. Durch diese Spendenaktionen kam jede Menge Material und Trikots zusammen und wir konnten in so viele glückliche afrikanische Radfahrergesichter blicken. Dieses Projekt werde ich weiterhin gerne unterstützen.

Die Spenden als Rad
Die Spenden als Rad

Im Senegal hatte ich einen Kongolesischen Radfahrer (Djimy) kennen gelernt. Er musste im Rennen sehr leiden und ich half ihm ein wenig. Ich gab ihm trinken oder den ein oder anderen Riegel. Als er hörte, dass ich einige Wochen später bei der Tour du Kongo wieder auf ihn treffen würde, freute er sich riesig. Neben den ganzen Spendenmaterialien entschied ich mich noch meinen eigenen Laufradsatz ihm zu schenken. Über einen Facebook Aufruf konnte ich ein wenig Geld zusammen sammeln und mir einen neuen kaufen. Ich bin für jede Aktion offen und diese wird denk nicht meine Letzte sein.

Djimy und Benjamin
Djimy und Benjamin

Die weitere Saison werde ich denk noch das eine oder andere Rennen im Ausland fahren. Geplant ist da zum Beispiel im Oktober die Tour du Faso. Eines der Traditionsreichsten Rennen in Afrika. Diese Rundfahrt wird wegen der enormen Zuschauermassen auch gerne die Afrikanische Tour de France genannt. Bis dahin widme ich mich jedoch erst einmal wieder meinem Studium in Ansbach (Internationales Management für Spitzensportler). Hier stehe ich kurz vor dem Ende und möchte dieses Kapitel gerne dieses Jahr abschließen, so dass es ab nächstem Jahr ins Berufsleben gehen kann.

Siegerehrung bei der Tour de Hongrie
Siegerehrung bei der Tour de Hongrie

Eure Waldmännchen

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