Ein Experiment: Dekadente Schoko-Chia-Kokos-Kugeln (Rezept)

Das Machwerk – roh, vegan, paleo, lecker

Eine Kundin bat um Übersetzung des Rezepts Chia Protein Packed Chocolate Orbs. Wir wollten das Rezept sowieso schon länger ausprobieren, also dachte ich mir: Du übersetzt es nicht einfach, Du machst das Rezept, knipst gleich ein paar Photos und stellst alles schön zusammen online.

Also machte ich mich abends um 21 Uhr in die Küche, nachdem ich zuvor die Mengenverhältnisse des Rezepts angeschaut habe, und machte mich ans Werk. Wir hatten aber nicht alle Zutaten vorrätig, also musste das Rezept als Inspiration dienen.

In einen Schüssel entleerte ich zunächst den Rest von einem dm-Glas Tahini (Sesammuß), ca. 125g. Dann nahm ich einen großen gehäuften Eßlöffel Criollo-Kakao und die gleiche Menge Vier-Farben-Maca-Pulver. Dazu gab ich Kakao-Nibs für den Biss, Honig und drei Handvoll Chia-Samen.

Die Zutaten

Hübsch sieht das aus! Schnell ein Photo gemacht und weiter ging es. Alles wurde umgerührt und schon sah es sehr, sehr trocken aus. Deswegen verwenden die in dem Ausgangsrezept so viel Muß, dachte ich mir. Egal, weiter rühren. Nach einer Weile wurde tatsächlich es auch schön cremig. Der Fingerschleck-Test überzeugte grundsätzlich, aber ein wenig mehr Honig war auch nicht verkehrt.

Nur wegen der vielen Chia-Samen war ich nicht ganz glücklich, schließlich saugen sich die Samen liebend gerne mit Wasser voll. Bei kleineren Mengen Chia ist das kein Problem, aber ich würde vermutlich nicht nur eine einzige Schoko-Kugel essen. Ist etwas lecker, esse ich gerne mehr als nur einen kleinen Happen davon. Also habe ich Wasser dazu gegeben und wieder umgerührt, sowie eine halbe Limette, die ich auf der Küchenzeile erspähte und vom Kochen übrig geblieben war.

Verführerische Rohmasse

Das sah schon besser aus. Aus dem nächsten Fingerschleck-Test wurden gleich mehrere. Ich gab noch mehr Limette hinzu, dann noch Cayenne-Pfeffer, Kardamomsamen und eine Handvoll Nibs. Kurz nochmals probiert, sich zurückgehalten und in den Kühlschrank gelegt.

Eine halbe Stunde später sah ich mir alles an, probierte wieder, gab noch mehr Wasser hinzu, und stelle alles wieder in den Kühlschrank. Ich befürchtete, zu viel Wasser dazu gegeben zu haben, denn die Masse war ziemlich flüssig.

Am nächsten morgen war die Masse aber wegen der Chia-Samen wieder schön dick.

Übernacht hat sich die Masse wieder verfestigt

Die Masse hat natürlich auch pur löffelweise geschmeckt, aber es sollten Kugeln werden mit Kokosmantel, also kurz in Kokosraspeln gerollt. Fertig war das Experiment.

Hier nochmals die verwendeten Zutaten:

Die Eßlöffel-Anhaben sind nach Gefühl – ich habe leider nicht so sehr aufgepasst bei der Zubereitung. Am besten immer abschmecken…so habe ich das gemacht.

  • Chiasamen, ca. 3 Handvoll
  • Kakaopulver, 1 sehr gehäuften Eßlöffel
  • Kakaonibs, 2 Handvoll
  • Macapulver, 1 gehäuften Eßlöffel
  • Tahini, ca. 125g
  • Meersalz
  • Limette, nach Geschmack, bei uns ca. 0,75 Limetten
  • Wasser, nach Gefühl, aber so viel, dass beim einmischen die Masse flüssig ist
  • Honig oder Ahornsirup oder Stevia oder …
  • Cayenne-Pfeffer, wer eine leichte Schärfe mag
  • Kardamom

Alles umrühren, eine Nacht quellen lassen, Kugeln formen und in Koskosraspeln umhüllen.

Schließlich noch das Original-Rezept:

  • 120ml Chia
  • 60ml Tahini
  • 60ml Mandelbutter
  • 45ml Eiweißpulver
  • 45ml Kakao
  • Eine Prise Salz
  • 60ml Honig
  • 15ml Kokosöl
  • 60ml Koskosraspeln
  • Vanilleextrakt
  • Mandelextrakt
  • 60ml Koskosraspeln zum Einrollen der Kugeln

Alles mischen, Kugeln formen und in Koskosraspeln einrollen, in den Kühlschrank stellen und genießen. Waldmännchen-Tipp: Kakaonibs für Biß dazugeben!

-UPDATE 24.08.2013: Zwei Tage später und ich habe schon eine neue Variante probiert, weil die Kugeln so super lecker waren. Ich habe ein anderes Sesammuß verwendet, wir hatten keine Limetten mehr daheim, ich habe die Mengenverhältnisse variiert und zusätzlich Koskosmehl verwendet. Es ist noch lecker, aber bei weitem nicht so gut wie das erste Mal. Sesam dominiert, es ist weniger kakaoig und Limette fehlt ganz eindeutig. Die Masse ruht gerade im Kühlschrank. Weitere Updates folgen.-

-UPDATE 25.08.2013: Gestern abend noch sehr viel Kakaopulver verrührt und mehr Honig verwendet. Die Masse schmeckt wieder kräftig nach Kakao. Heute Kugeln geformt und in Kokosraspeln gerollt und auch schon ein paar (kleinere) Kugeln verspeist. Lecker, aber mir fehlt immer noch der Limettengeschmack. Durch die Limette schmeckten die Kugeln sehr frisch. Waldmännchen-Tipp: Unbedingt mit Limette probieren!-

Eure Waldmännchen

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