Archiv der Kategorie: Verschiedenes

Die moralischen Ansprüche an eine juristische Person

Natürliche Personen sind mit einer Reihe von Grundrechten ausgestattet, wie beispielsweise die Meinungsfreiheit (Art. 5 I GG) oder das Recht auf effektiven Rechtsschutz (Art. 19 IV GG).

Spricht man von Grundrechten, denkt man meist an natürliche Personen wie Du und ich. Dabei gelten die Grundrechte auch für juristische Personen, sofern sie ihrem Wesen nach auf diese anwendbar sind (Art. 19 III GG).

Wir sind der Ansicht, dass juristische Personen sich zudem den gleichen moralischen Ansprüchen wie natürliche Personen unterwerfen sollen, sofern sie ihrem Wesen nach auf diese anwendbar sind.

Die moralischen Ansprüche an eine juristische Person weiterlesen

Ooho! Die essbare Wasserflasche

Der Mensch blickt oft zur Natur für Ideen oder Lösungen, sei es für Farben, Design oder Formen. Und manchmal sind es die kleinen Dinge, die die Inspiration für etwas großes neues bieten: Tropfen. Dieser flüssige Körper ist von der Umgebung getrennt durch eine Phasengrenzfläche. Seine Form wird wesentlich durch die Grenzflächenspannung bestimmt.

Ooho! Die essbare Wasserflasche weiterlesen

Ist die gesamte Öko-Bewegung sinnlos?

Wilde Müllkippe. By Dezidor [CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons.
Dass die ganze Öko-Bewegung sinnlos ist, meint James Lovelock in einem 2008 geführten Gespräch mit der britischen Zeitung The Guardian (englisch). Und auch 2010 im Gespräch mit Technology Review (TR).

James Lovelock ist ein angesehener Wissenschaftler, Klimaforscher und Mitbegründer der Gaia-Theorie. Die Gaia-Theorie war anfangs sehr umstritten, ist heute aber weitgehend anerkannt. Gemäß Gaia kann die Erde als ein sich selbst-regulierendes Lebewesen betrachtet werden. In TR erklärt er seine Theorie so:

Gaia ist eine Evolutionstheorie, die Darwin ergänzt. Sie erkennt an, dass Organismen ihre Umgebung sowohl verändern als auch sich daran anpassen. Das ändert komplett die Regeln natürlicher Selektion, denn sobald Sie das in einfache Modelle einbeziehen oder auch nur darüber nachdenken, führt es zur Evolution eines bewohnbaren Planeten.

Lovelock ist nach eigenen Aussagen ein ausgesprochener Optimist. Er glaubt an die Zukunft der Erde, gleichzeitig aber auch, dass die Klimaerwärmung unaufhaltbar ist und der Mensch sich darauf einstellen sollte. Durch Technologie sei eine Anpassung aber machbar. Kernkraft wird Energie liefern, Essen wird künstlich hergestellt.

Viele seiner Ansichten sind kontrovers. Plastiktüten zu verbieten, hält er für Augenwischerei, einen Tropfen auf den heißen Stein der bevorstehenden Katastrophe. Er glaubt, dass Umweltschützer oft zu emotional sind und mit einem kühleren Kopf die heutigen Probleme analysieren und lösen sollten. Über die Kernkraft sagt Lovelock z.B. in TR:

Ich finde es beinahe zum Lachen. Die meisten Leute fürchten sich fast zu Tode vor der Kernkraft, dabei ist sie eine der harmlosesten Energiequellen, die wir kennen, harmlos in jeder Beziehung. Wenn Sie sich Großbritannien oder Deutschland anschauen: wie viele Menschen sind in der Atomindustrie gestorben? Und sie hat inzwischen wirklich viel Energie erzeugt, über Jahrzehnte. (…) Warum sollte man also Angst haben?

Lovelock spricht auch Tschernobyl und das Problem des radioaktiven Mülls an. Nicht alles ist 100% überzeugend, aber auch wir befürworten grundsätzlich die Kernenergie als saubere Energiequelle.

Vergleicht man die Anzahl der Toten und das Ausmaß der Umweltverschmutzung bei Kohlekraftwerken mit denen der Kernkraft, spricht einiges für die Kernkraft. Die neuen Generationen von Kernkraftwerken sind zudem 100%, weil naturgesetzlich, sicher, wie dieses Interview mit dem Kernenergieforscher Professor Antonio Hurtado der TU Dresden erklärt. Wir sind keine Physiker, aber die theoretische Sicherheit gilt wohl als erwiesen, vorausgesetzt, die Kraftwerke werden fehlerfrei entworfen und gebaut. Und dann wären naturgesetzlich sichere Kernkraftwerke eine sehr saubere Energiequelle. Andererseits fällt genügend Sonnenlicht auf die Erde, um den gesamten Weltbedarf rund 10.000-fach zu decken. Irgendwann werden auch die Technologien für Kernfusionreaktoren und saubere fossile Energien reif sein. Den Horizont mit Windrädern zu bedecken, halten wir dagegen für keine gute Idee.

Trotz seiner Zuversicht und Glaube an die Möglichkeiten der Technik, ist Lovelock der Ansicht, dass wir nur noch ca. 15 Jahre mit unserer jetzigen Lebensqualität haben, bevor die Klimakatastrophe zuschlägt. Sein Rat: „Genieß das Leben so lange Du es noch kannst.“

Die Zukunft vorherzusagen ist nicht einfach. Lovelock hat 1965 korrekt vorausgesagt, dass im Jahre 2000 eines der größten Probleme die Umwelt sein wird. Er hatte Recht. Aber wird er auch wieder Recht haben?

Energie ist wohl das geringste Problem. Die Ernährungversorgung sollte auch lösbar sein. Aber letztendlich geht es doch nicht nur um die Frage, wie wir überleben können. Es geht darum, wie wir mit einem guten Lebensstandard überleben können.

Für uns gehört neben den Annehmlichkeiten einer modernen Gesellschaft dazu, dass ausreichend Flächen der Natur überlassen werden und dass wir frei von schädlichen Umwelteinflüssen leben können. Wissenschaft und Bildung sind die Schlüssel zu diesem Glück. Sie werden technologische Lösungen, wie saubere Energie oder die Sequestrierung von CO2, und gesellschaftliche, wie die Senkung der Geburtenrate, hervorbringen.

Wie Wölfe den Lauf von Flüssen beeinflussen

Die Natur ist ein beeindruckendes Zusammenspiel verschiedener Faktoren.

Der folgende Kurzfilm (auf Englisch) zeigt, wie die Wiedereinführung von Wölfen im Yellowstone-Nationalpark in den USA zu einer erhöhten Pflanzen- und Tiervielfalt geführt und sogar den Lauf der Flüsse beeinflusst hat.

Diese durch Raubtiere bedingten Kettenreaktionen eines Ökosystems heißen trophische Kaskaden in der Fachsprache.

Weitere Informationen zu Wölfen in Yellowstone sind:

Kurzweilig Sprachen lernen mit Duolingo (kostenlos)

Confusion of Tongues
Die Sprachverwirrung von Gustave Doré [Public domain], via Wikimedia Commons
Sprachen zu lernen trainiert das Gehirn, ist nützlich auf Reisen und macht sogar Spaß. Duolingo ist eine sehr schöne Seite, um kurzweilig Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Italienisch oder Englisch zu lernen.

Neben kurzen Lerneinheiten kann man zB auch Texte lesen und gemeinschaftlich übersetzen. Jedes Wort in den Texten ist mit einer Übersetzung versehen – man braucht nur mit dem Mauszeiger über das Wort gehen, um die Übersetzung zu sehen.

Es gibt auch eine App dafür, wir haben aber bislang nur am PC gelernt.